Freitag, 17. März 2017

Mein Angebot an das Bündnis Grundeinkommen




Ich bin Svenja Baukje Dobberstein, 37 Jahre alt, Ärztin, Mutter von 2 Töchtern und lebe in Hannover. 

Ich möchte mich zur Verfügung stellen, um das Bündnis Grundeinkommen als Werkzeug zur Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland zu unterstützen. Ich bin seit vielen Jahren leidenschaftliche Befürworterin des BGE. In den letzten Jahren setze ich mich aktiv dafür ein, vor allem im Bereich Social Media und durch meinen Blog (https://baukje23.blogspot.de/). 

Gründe für ein Grundeinkommen sehe ich unendlich viele, um die für mich persönlich wichtigsten Stichworte zur nennen: Selbstermächtigung, Freiheit, seelische Gesundheit, Existenzsicherung und Menschenwürde. Bei dieser humanistische Herangehensweise bleibt das BGE allerdings Vision oder Utopie. Aktuelle politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen kommen hinzu: Digitalisierung, Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise, Wiederaufkommen des Nationalismus, Krise der Sozialsysteme. Vor allem diese zusätzlichen Faktoren machen das Grundeinkommen zu einer dringend notwendigen Maßnahme der Realpolitik. 

Bezüglich des Bündnis Grundeinkommens als Werkzeug für das BGE möchte ich folgende Kernziele wieder in den Fokus rücken: 

1. das Grundeinkommen wählbar machen! - Unterschriften sammeln und die Zulassung zur Wahl bewirken -> Zielgruppe: aktiv(ierbar)e BGE-Befürworter + Unterschreiber

2. BGE-Befürworter über die Wählbarkeit informieren und zur Wahl mobilisieren! - das Bündnis Grundeinkommen als Werkzeug bekannt machen -> Zielgruppe: BGE-Befürworter (auch passive)

3. das Thema in den Bundestag bringen – indem in den anderen Parteien das Interesse fürs BGE wieder erweckt wird, über die Währung „Wählerstimmen“ , durch mediale Aufmerksamkeit, ggf sogar als eigene politische Kraft im Bundestag.

4. durch Aktionen Informationen etc. das BGE in die breite Diskussion in der Bevölkerung bringen - als ähnliche Zielsetzung wie die BGE-Initiativen, den politischen Willensbildungsprozess fördern -> Zielgruppe: potentielle Befürworter, die noch zweifeln oder das BGE noch nicht kennen.

5. weitere potentielle Wähler motivieren  - über das BGE informieren und dafür werben -> Zielgruppe: Nichtwähler, Protestpartei als Alternative zur AfD

Meines Erachtens ist es KEIN Ziel, die Partei als Selbstzweck aufzubauen (Mandate, Positionen, politische Karriere, incl. dem vorrangigen Wunsch, SELBST in den Bundestag einzuziehen); auch KEINE Ausarbeitung eines eigenen Modells (Inklusion aller BGE-Befürworter – erst das OB, dann das WIE); KEINE Umstimmung von politischen Gegnern (sinnlos), allenfalls als Plattform, um eigene Argumente darzustellen; und auch NOCH NICHT die tatsächliche Einführung des BGE (das kommt später).

Das Grundeinkommen ist für mich institutionalisierte Selbstermächtigung. Insofern ist ein „Wahlkampf“ mit dem Ziel, Macht zu generieren, um diese dann wiederum allgemein reduzieren (an den einzelnen verteilen) zu können, eigentlich ein Paradox. Deswegen möchte ich eine andere Art von Wahlwerbung betreiben. Ich möchte den IMPULS geben, sich mit dem Grundeinkommen zu befassen. Ich möchte dazu EINLADEN, sich für das BGE einzusetzen. Ich möchte das Bündnis Grundeinkommen den Wählern zur VERFÜGUNG STELLEN, um dieses Thema in den Bundestag zu bringen. 

Zum Erreichen dieser Ziele stelle ich folgende persönliche Kompetenzen zur Verfügung:
Es fällt mir leicht, meine Gedanken in Worte zu fassen und auszudrücken - sowohl  schriftlich in meinem Blog und bei Facebook als auch gesprochen. Es ist mein tägliches Geschäft als Hausärztin, mich sprachlich auf mein Gegenüber einzustellen. Als angehende Psychotherapeutin ist es meine Kunst, empathisch zuzuhören und die richtigen Fragen zu stellen. Ich versuche nicht, andere von etwas zu überzeugen. Ich lade ein, bestimmte Dinge zu überdenken, und unterstütze dabei, selbst den Weg zu finden. Dabei gilt es einen Rahmen zu schaffen in denen Selbstermächtigung möglich ist und  auch fürsorglich gemeinte Übergriffe vermieden werden.

Genau so möchte ich auch fürs Grundeinkommen werben. Die Potentialentwicklung von Menschen zu fördern und zu unterstützen ist mir ein Herzensanliegen. Sowohl im beruflichen Kontext in der Personalführung als auch mit Patienten und auch im privaten Umfeld kann ich da auf viel Erfahrung zurückgreifen. 

Ich kenne politische Arbeit aus der Vorstandsarbeit in meiner Rudergemeinschaft. Dort haben wir sehr konstruktiv und kompetenzbasiert Basisdemokratie betrieben. Ich kenne Teamarbeit aus dem Leistungssport. Als Studentin bin ich viele Jahre im Frauenachter gerudert, dabei sind eine gute Koordination und Zusammenarbeit wesentlich. Ich kann in verschieden Positionen innerhalb von Hierarchien arbeiten, von der Kleinsten im Bug bis zum Co-Schlag,  Steuerfrau oder Trainerin habe ich schon alles gemacht. 

Meine Begeisterungsfähigkeit in der Sache  wird kombiniert mit Authenzität und Offenheit und der Bereitschaft, meinen Namen und mein Gesicht für das Grundeinkommen herzugeben. Obwohl meine Fähigkeiten im Umgang mit Facebook überwiegend auf selbstangeeigneten Erfahrungen beruhen, werden mir dort immer wieder „virales Marketing“ oder „Enthusiasmus“ bescheinigt, neben sehr vielen positiven persönlichen und dankbaren Rückmeldungen dafür, dass ich mich für das Grundeinkommen einsetze. 

Selbstverständlich stelle ich auch meinen Intellekt und meine Bildung zur Verfügung, nicht weil ich denke, dass dies wichtiger ist, als anderes was eingebracht werden kann, sondern weil es einfach Eigenschaften sind, die ich mitbringe.  

Als meist berufstätige alleinerziehende Mutter bin ich ohnehin gut organisiert und geübt darin, zu delegieren und Prioritäten zu setzen. Da ich mich aktuell in einer Zwischenphase befinde, zwischen Weiterbildung und Praxisgründung, habe ich ausreichend flexible Zeit zur Verfügung, um mich in das Bündnis Grundeinkommen einzubringen. 

Ich gehe achtsam mit mir selbst und mit meiner Lebenszeit um, deswegen habe ich, trotz politischem Gestaltungswillen, bisher die meisten politischen und funktionellen Ämter, die in den letzten Jahren an mich herangetragen wurden, abgelehnt. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben im Hier und Jetzt. Da mir das BGE eine Herzensangelegenheit ist, bin ich diesmal bereit mich auch als Kandidatin für den Vorstand zur Verfügung zu stellen. Ob ich dabei selbst ein Amt übernehme oder anderen zuarbeite, spielt für mich keine Rolle. Ich biete der Mitgliederversammlung beim Bundesparteitag meine Fähigkeiten an und das gleiche werde ich das auch einem zukünftigen Vorstand gegenüber tun. Genauso wie ich es auch dem aktuellen Vorstand gegenüber getan habe.

Dass noch viele weitere Kompetenzen und Personen für die Realisierung der oben genannten Ziele erforderlich sind, steht für mich außer Frage. Seit ich im September letzten Jahres das erste Mal von der Parteigründung gehört habe, bin ich begeistert von der Vielfalt von Persönlichkeiten und Lebensrealitäten, die sich hier verbinden. In dieser Diversität liegt sowohl eine großes Potential als auch die größte Herausforderung. Ich hoffe sehr, dass wir alle zusammen diese Aufgaben meistern und dem Grundeinkommen und damit den Menschen in diesem Land einen guten Dienst erweisen.